Polymerisation

Kurzdefinition

Polymerisation ist der chemische Prozess, bei dem flüssiges oder gelartiges Material unter UV- oder LED-Licht zu einer festen, stabilen Kunststoffstruktur aushärtet.

Lange Definition

Polymerisation ist die chemische Reaktion, die während der Aushärtung von Gel-, Polygel- oder Hybrid-Lack-Systemen stattfindet. Dabei verbinden sich kleine Moleküle (Monomere) durch Aktivierung von Photoinitiatoren zu langen Molekülketten (Polymeren). Dadurch entsteht eine feste, stabile Kunststoffstruktur.

Dieser Prozess wird durch UV- oder LED-Licht ausgelöst. Die im Gel enthaltenen Photoinitiatoren reagieren auf eine bestimmte Wellenlänge des Lichts und starten die chemische Vernetzung.

Während der Polymerisation entsteht Wärme – deshalb kann es zum sogenannten Heat Spike kommen. Die Geschwindigkeit und Intensität der Reaktion hängen ab von:

  • Schichtdicke
  • Pigmentierung des Materials
  • Lampenleistung und Wellenlänge
  • Zusammensetzung des Gels

Ist die Polymerisation unvollständig, spricht man von Unterhärtung. Erfolgt sie korrekt, entsteht ein stabiles, widerstandsfähiges Material mit optimaler Haftung und Haltbarkeit.

Im Studioalltag ist das Verständnis der Polymerisation entscheidend für Sicherheit, Haltbarkeit und die Vermeidung von Materialproblemen oder Allergierisiken.

Verwandte Begriffe

  • Aushärtung
  • Aushärtungszeit
  • Heat Spike
  • Unterhärtung
  • Inhibition Layer
  • LED-Lampe