Gegen Rassismus - blacklivesmatter

Mein Herz kennt keine Farbe

In einer, nach meinen Vorstellungen, idealen Welt, würde es dieses Thema gar nicht geben: Rassismus. Die Geschehnisse der letzten Tage sind auch an dir sicherlich nicht spurlos vorbei gegangen (#blacklivesmatter). Mit großer Bestürzung habe ich das Video gesehen, wie George Floyd zu Boden gedrückt wurde. Bilder, die mich traurig und wütend machen. 

Zwar geschah dieser Vorfall in den USA, wo der Hass bzw. die Benachteiligung gegenüber dunkelhäutigen Menschen sicherlich deutlich stärker ausgeprägt ist als hierzulande. Dennoch gehört Fremdenfeindlichkeit leider auch bei uns zur alltäglichen Realität.

Meine Erfahrungen mit Rassismus 

Wie du vielleicht schon weißt, kommen beide meine Eltern aus Polen. Mein Nachname war bis zu meiner Hochzeit für viele ein kleinerer Zungenbrecher. Und obwohl ich nie rassistische Bemerkungen persönlich an den Kopf geworfen bekommen habe, so gab es unzählige rassistische Vorurteile, die im Allgemeinen laut wurden. Polen seien Kriminelle, sie trinken alle zu viel Alkohol und arm seien sie auch. Wie sagt man so schön? Bullshit! 

Hieraus habe ich schon früh gelernt, Vorurteile stets zu hinterfragen und meine Meinung klar zu beziehen. Denn leider habe auch ich in meinem Bekanntenkreis (Leute die ich zwangsläufig kenne, aber mit denen ich nicht befreundet bin), rassistische Tendenzen erkannt. Doofe WhatsApp-Videos machten dann mal die Runde, die dunkelhäutige Menschen als unterbelichtet darstellen sollten. Ich habe glaube ich als einzige Person geschrieben, dass ich es nicht lustig und hochgradig rassistisch finde. Ich weise die Leute gerne darauf hin, dass sie sich genauer informieren und reflektieren sollen.

Jede Stimme zählt 

Ich hoffe sehr, dass wir alle, die gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind, unseren Stimmen jetzt und in Zukunft erheben, sei es im Internet, auf dem Schulhof, bei der Arbeit, in der Bahn oder wo auch immer, sobald wir Zeuge von fremdenfeindlichen Ereignissen oder Äußerungen werden.

Wie immer an dieser Stelle

Ich bin weiß Gott keine Expertin auf diesem Gebiet. Ich teile hier lediglich meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen. Somit ist alles was ich veröffentliche lediglich als eine kleine Anregung anzusehen. 

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Oder anders formuliert, lass mir ein wenig Liebe da!!! 💗 

Küsschen 💋

Deine Lalalunia  (✿◠‿◠)

Titelbild: Vedat Xhymshiti / imago images

6 Kommentare

  • Karina Boes

    Liebe Sabrina
    Ich sehe das genauso wie du… Rassismus muss im Keim erstickt werden. Schlimm was alles schon passiert ist…nicht nur jetzt sondern auch früher…mein Opa war im zweiten Weltkrieg Soldat und hat schlimme Geschichten erzählt…auch das fing an wg Rassismus..dafür schäme ich noch heute…unsere Töchter hatten in Kiga und Schule beide russische und polnische Freundinnen…sie waren wie alle Freunde unsere Kinder immer herzlich willkommen in unserem Zuhause…aber Rassismus funktioniert auch in die andere Richtung…als ich letztens bei meiner Friseurin war …sie ist Türkin…hat ihre Kollegin..eine Albanerin…über die deutschen die vorbei gingen *Kartoffelkopf* gesagt…da hab ich mich kurz gefragt was sie wohl über mich sagen wenn ich nicht dabei bin…ein komisches Gefühl blieb…ich glaube man kann alles schlimme …egal was…Umweltschutz…Klima..Mülltrennung.. Erziehung usw. nur ändern…wenn man bei sich selbst anfängt und sich selber hinterfragt und nicht auf eine große Tat
    von außen wartet … seinen Kindern Werte beibringen das ist doch der Grundstock eines offenen und respektvollen Menschen…egal ob groß oder klein..
    In diesem Sinne…..wegschauen ist keine Option..
    Ich finde es schön das du deine Meinung kund getan hast…denn wichtiges darf man nicht verschweigen!
    Ganz liebe Grüße sendet dir
    Karina❤

    • Lalalunia

      Liebe Karina!
      Ich habe deinen Kommentar gelesen und danke dir für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich stimmen allem voll zu und finde auch, dass du das Wichtigste hervorgehoben hast: Immer mit gutem Beipiel voran gehen. Du sprichst von deinem Opa, also erzähle ich dir auch gerne von meinem Uropa. Er wurde von russischen Soldaten in Polen erschossen und ließ meine Oma als Halbwaise zurück. Dennoch kann ich mich nicht daran erinnern, dass meine Oma jemals sich schlecht über Menschen aus Russland geäußert hätte. Für sie waren Menschen einfach nur Menschen, ganz egal woher sie kamen oder wie sie aussahen. Dass nun ein weiterer US-amerikanischer Dunkelhäutiger erneut umgebracht wurde, ließ mich fassungslos vor den Nachrichten sitzen. Auch verfolge ich die Änderungen, bzw. Bewegungen, die sich dort ereignen und ich hoffe so sehr, dass es in Zukunft keine Unterscheidungen der Menschen mehr geben wird, weder in den USA, noch hier oder in jedem anderen Land dieser Erde.

      ❤️ Grüße zurück,
      Sabrina

  • Anne

    Hallo Sabrina,
    Auch dazu nochmal meinen Senf. Ich find es Klasse, dass du zu so einen wichtigen Thema auch sprichst/schreibst/laut wirst.
    Als Sozialarbeiterin die in Berlin wohnt, bin ich mit vielen Menschen, verschiedenster Angehörigkeiten und Color in Kontakt. Unsere Nachbarskind sind bunt gemischt und alle spielen zusammen im Hinterhof.
    Corona hat uns Eltern in dieser Zeit näher gebracht und ich finde es so wunderschön, dass meine Kinder die Möglichkeit haben Vielfalt so erleben zu dürfen.
    Mein grosser hat NOCH NIE gefragt warum seine Freund*innen dunklere Haut haben als er, oder neben Deutsch noch andere Sprachen sprechen. Fremdenfeindlichkeit ist anerzogen. Manchmal würde ich auch gern das Wort gegen Menschenfeindlichkeit austauschen, denn ich habe das Gefühl, dass die Problematik damit nochmal besser zum Ausdruck gebracht wird.

    Lg Anne von allesundnixmitanne

    • Lalalunia

      Heyyy, du bist Sozialarbeiterin, was für ein toller und vor allem wichtiger Job! Mich trifft Rassismus schon lange ganz tief im Herzen und ich werde niemals verstehen können, wie Menschen fremdenfeindlich sein können. Ich sehe es auch so, wie du. Es ist oft anerzogen, wenn nicht aus dem eigenen Elternhaus, dann durch das Umfeld oder die Medien oder oder oder. Es ist so wichtig, nicht still daneben zu sitzen, sondern klar Stellung zu beziehen!

      Liebste Grüße meine Liebe;)

  • Evelyn

    Weißt du was mich so überrascht hat?

    Ich war neulich mit meiner 2 1/2 Jahre alten Tochter auf dem Spielplatz. Dort hat sie zum 1. Mal ein dunkelhäutiges Mädchen gesehen und mit ihr gespielt. Mein erster Gedanke (sie ist eine kleine Plaudertasche 😄) war “Oh Gott, hoffentlich sagt/fragt sie jetzt nichts unpassendes!” Und weißt du was? Es ist ihr nicht mal aufgefallen, dass das Mädchen anders aussieht als sie, es ist für Kinder einfach kein Thema!!! Das sollte uns Erwachsenen wirklich zu Denken geben.

    • Lalalunia

      Danke für deinen Einblick in die unschuldige und unvoreingenommene Kinderseele deiner Tochter🙌 Davon können viele lernen, Kinderaugen sehen die Welt nun mal anders😊

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